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K005 Scherzo fantastique

english K005 Scherzo fantastique

K5 Scherzo fantastique

pour grand orchestre (Le vol de l’abeille), Op. 3 — Scherzo fantastique für großes Orchester (Der Bienenflug), Op. 3 — Scherzo fantastique for large orchestra (Le vol de l’abeille), op. 3 – Scherzo fantastico per grande orchestra (“Il volo delle api“), op. 3 - Фантастическое скерцо дла оркестра

Besetzung: a) Erstausgabe Schott Vorspann-Legende: Petite Flûte, 3 grandes Flûtes (2. aussi Flûte alto en sol, 3. aussi petite Flûte), 2 Hautbois, Cor anglais, 3 Clarinettes en la (3. aussi Clarinette en ré), Clarinette basse en la, 2 Bassons, Contrebasson, 4 Cors en fa, 2 Trompettes en la, Trompette alto en fa, Cymbales, Celesta, 2 Harpes* Quatuor des cordes / * La version originale de la partition qui comportait trois harpes été arrangée par le compositeur pour deux harpes // Kleine Flöte, 3 große Flöten, (2. auch Altflöte in G, 3. auch kleine Flöte), 2 Oboen, Englischhorn, 3 Klarinetten in A (3. auch Klarinette in D), Bassklarinette in A, 2 Fagotte, Kontrafagott, 4 Hörner in F, 2 Trompeten in A, Alt-Trompete in F, Becken, Celesta, 2 Harfen*, Streicher / * Die ursprüngliche Partitur-Fassung mit drei Harfen wurde vom Komponisten für zwei Harfen eingerichtet; b) Aufführungsanforderungen: [4 Flöten = ] 2 kleine Flöten (2. kleine Flöte = 3. große Flöte), 3 große Flöten (2. große Flöte = Altflöte; 3. große Flöte = 2. kleine Flöte), Altflöte in G (= 2. große Flöte), 2 Oboen, Englischhorn, kleine Klarinette in D (= 3. Klarinette), 3 Klarinetten in A (3. Klarinette = kleine Klarinette in D), Bassklarinette in A, 2 Fagotte, Kontrafagott, 4 Hörner in F, 2 Trompeten in A, Alttrompete in F, Schlagzeug (Becken), Celesta, 3 [2] Harfen, Solo-Violine, Solo-Bratsche, Solo-Violoncello, Streicher (Erste Violinen°, Zweite Violinen°°, Bratschen°, Violoncelli°, Kontrabässe°) [°°°]

* Asterisk im Text. Alle Ausgaben sind mit der Originalausgabe von 1909 identisch.
° zweifach geteilt.
°° dreifach geteilt.
[°°°] Die Nomenklatur im Notentext ist italienisch gehalten.

Aufführungspraxis: Das Stück ist, vermutlich vorlagenbedingt, ohne Posaunen, Tuba, Pauken und Große Trommel geschrieben. Strawinskys aus der Orchestersituation von vor 1910 heraus notwendige, aber kostspielige Forderung nach 3 Harfen muss heute nicht unbedingt mehr erfüllt werden. Die deutliche Verbesserung der Harfentechnik nach 1900 brachte Strawinsky schon 1909 dazu, statt 3 nur noch 2 Harfen zu verlangen (ohne dies ausdrücklich anzumerken). Dies ist möglich, weil die drei Harfen alternierend spielen. Aus der Situation der weiterentwickelten Bau- und Spieltechnik müssten die Harfenstimmen des Scherzo Fantastique inzwischen sogar auf einem Instrument und von einem einzigen, allerdings sehr guten Spieler zu bewältigen sein. Die Eulenburg-Ausgabe 8017 EE 6838, die nach dem Tode Strawinskys 1990 erschien, notiert dem Original entsprechend drei Harfen und gibt in der Orchesterlegende die geforderte Altflöte = 2. große Flöte nicht an, beruft sich aber wieder auf die Moskauer Originalausgabe Jurgensons von 1909. Alle Ausgaben sind identisch.

Aufbau: Das Scherzo ist ein einsätziges Programmusikstück aus drei ineinander übergehenden Teilen (Con moto / Moderato assai / Tempo I.)

Aufriss

Con moto punktierte Viertel = 80 (Ziffer 111 bis Ziffer 364)

  Meno mosso (Ziffer 365 bis Ziffer 368]

Moderato assai Viertel = 60 (Ziffer 37 bis Ende Ziffer 47)

  Più mosso punktierte Viertel = 96 (Ziffer 48 bis Ende Ziffer 63)

Tempo I. punktierte Viertel = 80 (Ziffer 64 bis Ende Ziffer 92)

  Accelerando (Ziffer 93 bis Ziffer 942)

  Stringendo (Ziffer 943 bis Ende Ziffer 94)

Vivo (Ziffer 951 bis Ende Ziffer 96 [965])

Vorlage: Maurice Maeterlincks Buch La Vie des Abeilles erschien 1901 und hat für Strawinskys Scherzo Fantastique nur symbolisch-rhetorische Handlungs-, allenfalls philosophische Lebens-Bedeutung gehabt. Maeterlincks Buch war weder Roman noch Dichtung, aber auch keine naturwissenschaftliche Darstellung, sondern eine unentwegte Vermischung von literarisch-symbolistischer Hochsprache, naturwissenschaftlicher Fachsprache und philosophischer Reflexion und in dieser Form musikuntauglich. Die 1901 mit dem Leben der Bienen eingeleitete, 1927 mit dem Leben der Termiten fortgeführte und 1930 mit dem Leben der Ameisen abgeschlossene Gattung dichterischer Naturbeschreibung diente der Verkündung eines pantheistisch-mystischen Weltbildes, das den Menschen wie Bienen, Termiten und Ameisen auf ein naturhaft-göttliches, aber unbekanntes Ziel hinweisen ließ. Für das Scherzo Fantastique blieb dabei nicht mehr übrig als die neuerlich am Bienenleben und seinem „phantastischen Abbild“ aufgestellte, inzwischen wohlfeil gewordene Lehre vom „ewigen Kreislauf“ in einem Scherzo genannten Musikstück, dessen A-B-A-Form als Kreislaufform umgedeutet wurde.

Partitur-Vorwort: >Remarque préliminaire / (pour le Programme) / Ce morceau est inspiré par un épisode de la vie des abeilles. / La première partie présente le tableau de la vie et de l’activité / de la ruche; la partie centrale, constituée par un mouvement / lent, dépeint le lever du soleil et le vol nuptial de la reine, la lutte / d’amour avec l’époux choisi et la mort de celui-ci. Dans la troi- / sième partie, reprise de la première, nous retrouvons l’activité / paisible de la ruche au travail. Ainsi l’ensemble devient pour / nous, êtres humains, la peinture fantastique d’un cycle éternel. // Vorbemerkung / (für das Programm) / Dem Stück liegt eine Episode aus dem Leben der Bienen zu- / grunde. Der erste Teil gibt ein Bild des regen Treibens im Bienen- / korb; der Mittelteil, der aus einem langsamen Satz besteht, / schildert den Sonnenaufgang und den Hochzeitsflug der Königin, / den Liebeskampf mit dem auserwählten Gemahl und dessen Tod. / Im dritten Teil, der Reprise des ersten, herrscht wieder das fried- / lich-emsige Treiben im Bienenkorb. So wird das Ganze für uns / Menschen zum fantastischen Abbild eines ewigen Kreislaufs.<

Stil: Das Stück im Einflussbreich von Rimsky-Korssakows Hummelflug-Komposition besteht aus einem überwiegend programmusikalisch gesteuerten Mischstil zeitgenössisch gefragter Musik auf der Grundlage einer impressionistisch-jugendstilartig geprägten Instrumentationskunst. Der noch am wenigsten auf Bienenschwärme zu beziehende Mittelteil ist Wagners Parsifal (Karfreitagsmusik) verpflichtet, während Ziffern wie 49 und 50 die Strawinskyschen Bienen unmittelbar als verkleinerte Rimsky-Korssakowsche Hummeln erkennen lassen. Zu Gunsten der hellen Farben wird um des Bildes willen auf die dunklen Farben verzichtet. Auch ohne Programm würde sich selbst beim unvorbereiteten Hörer eine Assoziation zu Bienen oder ähnlichen Tieren einstellen. Ihr Hinundherfliegen, ihr Gesumme und Gewimmel werden vor allem im ersten und dritten Teil nicht zuletzt als Ergebnis einer alles überflutenden Chromatik in Läufen und Akkorden unmittelbar anschaulich. Neben der Chromatik sind es die verschieden gestaffelten und sich übereinander schiebenden harmonischen Ebenen, die auffallen.

Widmung: >Посвящается Большому артисту / АЛЕКСАНДРУ ИЛЬИЧУ ЗИЛОТИ< (>Dédié au grand artiste / Alexandre Siloti.<) [Dem großen Künstler Alexander Iljitsch Siloti].

Dauer: je nach Spielweise zwischen 11‘40‘‘ und 16‘ (16‘ = Partiturangabe).

Entstanden: in Ustilug zwischen Juni 1907 und März 1908.

Uraufführung: Das Uraufführungsdatum 6. Februar 1909 in St. Petersburg mit dem Orchester der Siloti-Konzerte unter der Leitung von Alexander Siloti ist nicht ganz unstrittig. Es dürfte sich um eine Aufführung eher privaten Charakters gehandelt haben. Eine weitere öffentliche Aufführung wird für den 9. Januar 1910 registriert.

Uraufführungsproblematik: Das umstrittene Uraufführungsdatum geht auf White zurück, der es nicht begründete. Michael Druskin nennt als Datum den 24. Januar 1909 für das Scherzo und den 9. Januar 1910 für Feuerwerk, sagt aber ebenfalls nicht, woher er sein Wissen bezieht. Schneider, der die Datierungsdifferenz thematisiert, vertritt die Auffassung, aus Strawinskys Mitteilungen ginge nicht eindeutig hervor, dass beide Werke am selben Tag aufgeführt worden seien. Nun stehen aber folgende Tatsachen fest: 1. Strawinsky bekam den Auftrag für Feuervogel bereits 1909; 2. Der Auftrag ging auf Diaghilew zurück, der seine Musik gehört hatte; 3. Nach Strawinsky wurden beide Werke im Laufe des Winters 1908/09 aufgeführt; 4. Strawinsky hat nur davon gesprochen, in diesem Winter (gemeint ist der Winter, der dem Todesjahr Rimsky-Korssakows folgte, also 1908/09) seien die beiden Stücke a) zum erstenmal in den Siloti-Konzerten gespielt worden, b) der Tag dieser Aufführung sei ein wichtiges Datum für die ganze Zukunft seiner Laufbahn geworden, weil an ihm die Beziehungen zu Diaghilew ihren Anfang genommen hätten. Strawinsky spricht in der Einzahl, er spricht von beiden Stücken als von einer einzigen Aufführung und er spricht von einem einzigen Tag; aber er spricht nicht unbedingt von einer öffentlichen Aufführung. Nun ist bekannt, dass Siloti auch nichtöffentliche Konzerte veranstaltete, vergleichbar den französischen Auditionen des 19. Jahrhunderts. Auch vielen Werken in der französischen Zeit Strawinskys gingen Aufführungen im privaten Zirkel der Prinzessin Polignac voraus, was Strawinsky angenehm berührte. So wird Siloti am 6. Februar in Anwesenheit geladener Gäste (darunter Diaghilew) in besonderer Absicht, russische Musik zu fördern, beide Stücke des jungen Strawinsky durchgespielt haben. Druskin bezieht sich vermutlich auf eine der nachfolgenden öffentlichen Aufführungen. Im Briefwechsel mit Schott kündigte Siloti ja an, er wolle das Feuerwerk im Winter (gemeint ist der Winter 1909/10, weil der Brief vom 9. Juni stammt) bei sich aufführen. Das dürfte dann jener 9. Januar 1910 gewesen sein, den Druskin als Uraufführungstermin bestimmte.

Bemerkungen: Das Scherzo Fantastique ist der Tradition der Zeit entsprechend wie auch andere damalige Strawinskysche Orchesterwerke, seine Symphonie ausgenommen, als Programmusik gedacht und ausgelegt worden. Wie der frühe Briefwechsel aus Ustilug mit Rimsky-Korssakow belegt, hatten Strawinsky und seine Frau gerade die 1901 verfasste Maeterlincksche Naturbeschreibung der Bienen gelesen und waren davon sehr angetan gewesen, zumal Strawinsky selbst ein Bienenfreund war. Für seine ursprünglich ohne Sujet noch in St. Petersburg in Angriff genommene Orchesterkomposition verfertigte er jetzt nach dem bei den Russen hochgeschätzten Lisztschen Vorbild ein Programm, von dem er Rimsky-Korssakow zum ersten Mal am 1. Juli 1907 berichtete. Rimsky-Korssakow antwortete und gab Ratschläge, die Strawinsky, wie sein nächster Brief an seinen Lehrer vom 23. Juli 1907 beweist, berücksichtigte. In dieser Komposition mochte sich Rimsky-Korssakow wieder erkennen können – daher auch sein gewiss ehrliches Lob. Wegen der Vermischung von wissenschaftlicher und künstlerischer Sprache in Maeterlincks Buch verzichtete er auf die Übernahme wörtlicher Zitate Maeterlincks als Abschnittsüberschriften seiner Musik, die deshalb keine Binnentitel führt, sondern hielt sich unter dem Obertitel „Bienen (nach Maeterlinck), ein fantastisches Scherzo" an seine aus dem Buch abgeleitete allgemeine Programmvorlage, die er der Uraufführung als Programmnotiz beigab und später der Partitur vorandrucken ließ. In dieser Form wurde es uraufgeführt. Auch die szenische Wiedergabe in der Pariser Oper vom 10. Januar 1917 griff die choreographisch dankbare Programmvorlage auf und machte daraus ein Bienen-Ballett. Später wollte Strawinsky von all diesen Zusammenhängen nichts mehr wissen. Bei keinem anderen Werk hat er sich so heftig gegen eine Verbindung seiner Musik mit einem literarischen Programm gewehrt wie im Falle des Scherzo Fantastique. Grund dafür war nicht die veränderte Ästhetik nach 1923. Er hatte, dies beweist der Briefwechsel, das Scherzo noch in St. Petersburg ohne konkrete Maeterlinck-Programmvorlage angesprochen und mit größter Wahrscheinlichkeit zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht die russische Übersetzung Maeterlincks gekannt. Der Briefwechsel mit Rimsky-Korssakow lässt nur vermuten, nicht ausdrücklich beweisen, dass seine Vorstellung auf Bienen gerichtet war, möglicherweise wohl (das ist Auslegungssache), dass er Programmusik zu schreiben gedachte. Auf keinen Fall hatte er ein ausgeführtes programmusikalisches Szenarium. Dies bekam er erst in Ustilug mit dem Lesen des Maeterlinckschen Bienen-Buches. Diese Zusammenhänge deutete Strawinsky 1959 dahingehend um, das Scherzo Fantastique als „reine“ symphonische Musik entworfen und weder mit dem Bienen-Ballett von 1917 noch mit der Programmvornotiz der Partitur irgendetwas zu tun gehabt zu haben. Das Pariser Ballett hat er vermutlich wirklich nicht sehen können, weil er krank in Morges lag, und die Programmnotiz erklärte er mit dem Protest Maeterlincks, der ihm nach der Ballettaufführung einen anklagenden Brief nach Morges mit dem Inhalt einer Betrugsbeschuldigung geschickt hatte. Scheinbar ahnungslos über die Pariser Vorgänge erklärte Strawinsky weiter, sein Stück sei dort „von irgendjemandem“ mit „Die Bienen“ betitelt und als Ballett aufgeführt und Maeterlincks Namen im Programm erwähnt worden. Um die Angelegenheit beizulegen, sei aus Maeterlincks Buch ein Auszug hergestellt und im Vorsatzblatt seiner Partitur veröffentlicht worden. Er wisse allerdings nicht, ob dies geschehen sei, um Maeterlincks Verleger zu beruhigen oder nicht vielmehr seinen eigenen zu befriedigen, der möglicherweise geglaubt habe, das Scherzo mit einer Geschichte, in diesem Falle also einem Programm, besser verkaufen zu können, was auf die damaligen Verhältnisse bezogen sicherlich nicht unrichtig gewesen ist. Die gesamte von Strawinsky gegebene Darstellung ist falsch, wie sowohl der Briefwechsel mit Rimsky-Korssakow als auch die frühe Partiturausgabe von 1908 beweisen. Dass Strawinsky so hartnäckig an seiner Version festhielt, hing mit der Person Maeterlincks zusammen, der das war, was der Deutsche einen „Prozesshansel" nennt; jedermann füchtete sich vor den nutzlosen, aber Kräfte kostenden Auseinandersetzungen mit ihm*. Maeterlinck starb am 6. Mai 1949 in Nizza, und er hinterließ Verlagsrechte. Der alternde und prozessgebeutelte Strawinsky konnte 1959 nicht wissen, was möglicherweise jetzt von Verlegerseite auf ihn zukommen könnte, wenn er noch nachträglich einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Maeterlinck und seinem frühen Scherzo eingestand. Dass darüber hinaus das Scherzo Fantastique als ebenfalls nach Lisztart jederzeit formal selbständige symphonische Musik in der Tat dieses Programms gar nicht bedarf, macht die Bienengeschichte zur zeitgeschichtlich bedingten, überflüssigen Zutat autonomer Kunstmusik, die sich programmusikalisch interpretieren lässt. Auch den Bienen stand er gar nicht mehr so freundlich wie früher gegenüber, weil er einige Bücher über Bienen gelesen hatte, die ihm (nach der Lektüre von ‚Fritsch’*) Furcht und (nach der Lektüre von ‚Is Another World Watching’ von Gerald Heard, der sein Freund war) geradezu Schrecken einflößten.

Für die Craftsche Veröffentlichung der Conversations von 1959 ließ er sich die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Maeterlincks Buch und seinem Scherzo in den Mund legen. Seine Antwort war so diplomatisch wie die Frage selbst. Er konnte getrost ‚nein’ sagen, weil er, wie der Briefwechsel beweist, das Scherzo noch in St. Petersburg ohne Maeterlinck-Vorlage entworfen hat. Aber um die Jahrhundertwende wünschten die Konzertbesucher programmatische Erklärungen, und Komponisten waren gut beraten, sich solche einfallen zu lassen. Dies dürfte die Lösung der Frage nach dem Bienen-Programm sein.

* Der Name dürfte möglicherweise eine Verwechslung mit dem bedeutenden deutschen Bienenforscher Karl Ritter von Frisch sein, der seinerzeit den Münchner Lehrstuhl für Zoologie innehatte.

Situationsgeschichte: Das Scherzo als selbständiges, kurzes und meist brillantes Charakterstück im Stile der Programmusik erfreute sich in der Konzertwelt des damaligen Russland großer Beliebtheit. Strawinskys Scherzo Fantastique war 1902 das kleine selbständige Scherzo für Klavier als Schülerarbeit vorausgegangen. Kurze Zeit später folgte Feuerwerk, der Anlage nach ebenso ein Programm-Scherzo. Der Tanz der Prinzessinnen im Feuervogel Ziffer 37ff. ist als Scherzo ausgelegt, und die Spuren dieser geschichtsträchtigen russischen Entwicklung lassen sich bei Strawinsky bis hin in die amerikanische Zeit verfolgen, wo er mit dem Scherzo à la Russe noch einmal in das Russland seiner Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurückkehrte.

Bedeutung: Das Scherzo Fantastique ist die letzte von den frühen Skizzen bis zum fertigen Werk von Rimsky-Korssakow gesichtete Strawinskysche Orchesterkomposition, gleichzeitig trotz der verschiedentlichen Stilmischungen das erste gültige Werk. Die kompositorische und instrumentationstechnische Machart des Scherzo Fantastique zeigt den ausgelernten Schüler. Die stilistische Uneinheitlichkeit und geringe rhythmisch-metrische Beweglichkeit des Stückes lässt allerdings den Vergleich mit dem nachfolgenden Scherzo, Feuerwerk, zu Ungunsten des Scherzo Fantastique ausgehen. Der Publikumserfolg des Scherzo Fantastique war immer sehr groß. Diesem Scherzo in Verbindung mit Feu d‘Artifice verdankte Strawinsky die Förderung durch Diaghilew, der dem Konzert vom 6. Februar 1909 beigewohnt hatte und jetzt auf ihn aufmerksam wurde. Unter dem Eindruck des Scherzo Fantastique erteilte Diaghilew dem jungen Strawinsky einige Instrumentationsaufträge, die dieser so zur Zufriedenheit Diaghilews erledigte, dass ihm der Impressario die Komposition des anstehenden Balletts L’Oiseau de Feu anvertraute. Glebow (Asafieff) behauptet in seinem Strawinsky-Buch von 1929, er sei es gewesen, der Diaghilew auf Strawinsky hingewiesen habe.

Strawinsky und Ansermet hatten es häufig im Programm; aber es wurde auch von anderen Dirigenten, wie Leopold Stokowski, aufgeführt. Clemens Krauss errang 1932 in Wien, wo man neuer Musik reserviert gegenüberstand, einen solch nachhaltigen Beifall, dass er das Scherzo wiederholen musste und der Schott-Verleger Dr. Willy Strecker davon in einem Brief vom 18. Februar 1932 an Strawinsky erfreut berichtete und große Hoffnungen damit verknüpfte.

Selbsteinschätzung: Strawinsky war auch später von seinem Scherzo noch angetan. Das Orchester sei klangvoll, die Musik leichter als es sonst in dieser Zeit üblich gewesen sei. Es gebe in der Partitur zwei oder drei ganz gute Ideen, und er nannte die Flöten- und Violinstelle bei Ziffer 63 und die chromatische Bewegung am Ende. Die Phrasen seien in ihrer Vier-plus-Vier-Gliederung zu monoton geraten, und er bedauerte, die Altflöte zu wenig eingesetzt zu haben.

Fassungen: Wie bereits die Symphonie wurde auch das Scherzo Fantastique von Jurgenson in Moskau sofort in Verlag genommen und erschien schon 1909 für 5 Rubel käuflich als gedruckte Orchesterpartitur gleichzeitig mit einem käuflichen Stimmensatz und einzeln erhältlichen zusätzlichen Streicherstimmen, deren Preis zwischen 25 Kopeken für die Kontrabassstimme über 50 Kopeken für die Violoncello-Stimme bis 75 Kopeken für die Bratschen- und die beiden Violinstimmen schwankte. Der Erste Weltkrieg und die anschließende leninistische Enteignung des Verlags führte zu erheblichen Auslieferungsschwierigkeiten des Notenmaterials, dessen Vertrieb im Westen durch den Vertragspartner J. & W. Chester in London erfolgte. Die Versorgungslücken standen der Verbreitung des Stückes sehr im Wege. Es fehlte an Stimmen, und die Orchesterpartitur besaß Diaghilew. Das Werk ging dann nach offensichtlich langen Verhandlungen in den Besitz von Schott in Mainz/Leipzig über, wo die Taschenpartitur in der Jahresmitte 1931 herauskam (das Belegexemplar der Bibliothek des Britischen Museums trägt das Datum 10. Juli 1931). Strecker hatte Strawinsky den Erwerb des von ihm geschätzten Stückes mit Schreiben vom 13. Februar 1930 angezeigt und ging davon aus, Strawinsky mit dem Ankauf eine Freude bereitet zu haben. Strecker hob auf das Bienenmotiv ab und beabsichtigte, dem Stück einen entsprechenden Programmtitel zu geben, was aber unterblieb, gewiss auf Einspruch Strawinskys, den Strecker überdies gebeten hatte, bei der Neueinführung Hilfestellung zu leisten. Der Druckauftrag zum Scherzo Fantastique erfolgte am 6. Juni 1931. Die Auflagenhöhe war mit eintausend Exemplaren festgelegt worden. Für das Orchesterleihmaterial hatte man bereits am 17. März 20 Harfenstimmen zusätzlich drucken lassen. Die 2. Auflage wurde mit 500 Exemplaren am 15. November 1954, die 3. Auflage mit 800 Exemplaren am 23. Juni 1970 in Auftrag gegeben. Die nach dem Tode von Strawinsky in der Eulenburg-Reihe 1990 erschienene Fassung folgt dem Jurgenson-Urtext. Dirigierpartitur und Stimmen waren jetzt nur noch leihweise erhältlich. Das Grovlezsche Klavierarrangement, das 1917 bei Jurgenson erschien und Grovlez als Arbeitsgrundlage für die von ihm geleitete und von Léo Staats choreographisch betreute Ballettinszenierung diente, scheint in deutschen Bibliotheken bislang nicht nachgewiesen zu sein, doch hat sich ein (nachgeheftetes) Exemplar in der Library of Congress in Washington erhalten (Signatur: >M35 .S< = >unk84197003<). Der Name Maeterlinck wird in der Grovlez-Transkription nicht erwähnt, obwohl der Programmtitel >LES ABEILLES< zweimal erscheint, als Untertitel des Kopftitels auf der 1. Notentextseite und davor auf der 3. Vorspannseite in Verbindung mit einem russisch-französischen Erläuterungstext nebst einer Erstaufführungslegende. Es darf davon ausgegangen werden, daß dieses Arrangement als Arbeitsgrundlage für die von Gabriel Grovlez geleitete und von Léo Staats choreographisch betreute Ballettinszenierung von 1917 diente, dass Maeterlinck sie gesehen und sich daraufhin bei Strawinsky beschwert hat. Die Pianola-Fassung gehört zusammen mit der für das Feuerwerk zu den frühesten für Pianola eingerichteten Strawinsky-Stücken. Später veranstaltete der amerikanische Verleger Kalmus, der nach amerikanischem Recht kein Raubdrucker ist, einen unerlaubten Nachdruck, in dem jeder Hinweis auf den Originalverleger fehlt. Strawinsky hat sich aufgrund der Rechtslage weder gegen die amerikanischen noch gegen die russischen Raubdrucker wehren können.

Produktion: Erstaufführung „Les Abeilles“ Ballet blanc 10. Januar 1917 Théatre National dé l’Opéra unter der Leitung von Gabriel Grovlez, Choreographie Léo Staats # Königin: Frl. Zambelli; 3 Bienen: Frl. Barbier, H. Laugier, J. Laugier; Le Bourdon [Die Hummel]: Frl. Schwarz; Bienen und Hummeln.

Die Pariser Ballett-Produktion von 1917: Das Szenarium der Choreographie war ausschließlich der Maeterlinckschen Vorlage verpflichtet. Nach der im „Feuilleton du Temps“ vom 27.Januar 1917 überlieferten und von Craft in das Englische übertragenen Darstellung Pierre Lalos stellte die Bühne das Innere eines Bienenkorbes dar, in den dunstiges Sonnenlicht eines strahlenden Sommertages eindringt. Fleißige Arbeitsbienen kommen und gehen durch den niedrigen Eingang des Bienenstocks. Die Bienenkönigin erscheint. Sofort eilen die in den benachbarten Bienenzellen schon lange wartenden Freier herbei. Eines der Männchen folgt ihrem Flug und liebkost sie. Als es endlich sein Ziel erreicht hat, muss es sterben und wird sofort aus dem Bienenstock gestoßen und augenblicklich vergessen. Im Inneren des Bienenstocks geht alles wieder seinen gewohnten Gang. Strawinsky stimmte dieser Adaptation später zu. Der Uraufführung folgten Wiederholungen am 18. und 27. Januar sowie am 4., 17. und 18. Februar 1917. Der Orchesterleiter Gabriel Grovletz, der an die Stelle des ursprünglich vorgesehenen Ernest Ansermet trat, war der Verfasser eines veröffentlichten Klavierarrangements.

Historische Aufnahme: 1. Dezember 1962 in Toronto mit dem Canadian Broadcasting Corporation Symphony Orchestra unter der Leitung von Igor Strawinsky; im Mai 1915 wurde von Peter Warlock und Alvin Langdon Coburn in der Londoner Aeolian Hall ein Pianola-Arrangement angefertigt, dessen Kartons als rekonstruierbar gelten.

CD-Edition: I-1/24.

Autograph: Das Autograph gilt als verschollen.

Copyright: Die Jurgenson-Ausgabe von 1909 trägt ebenso wie die Schott-Ausgabe von 1931 lediglich Rechts- und Eigentumsvorbehalte, jedoch keinen Copyright-Vermerk. In späteren Ausgaben, wie im Nachdruck der Schott-Ausgabe von 1931 durch Eulenburg 1990, wird als Copyright-Datum das Jahr 1931 angegeben sowie das Jahr 1951 als Jahr der Copyright-Erneuerung (renewed copyright).

Irrtümer, Legenden, Kolportagen, Kuriosa, Geschichten

Als Strawinsky später Paul Claudel seine Auseinandersetzung mit Maeterlinck erzählte, meinte Claudel, Maeterlinck sei ungewöhnlich höflich zu ihm gewesen; denn Maeterlinck begänne manchmal gegen Leute zu prozessieren, die nur „Bon jour“ zu ihm gesagt hätten. Strawinsky könne glücklich sein, nicht wegen der Vogelstelle im Feuervogel verklagt worden zu sein, da Maeterlinck doch kurz vorher sein Schauspiel Der blaue Vogel (1909) veröffentlicht habe.

Ausgaben

a) Übersicht

5-1 1909 Dp; Jurgenson Moskau; 69 S.; 32950.

5-2St 1909 Stimmensatz; P. Jurgenson Moskau.

5-3Z-St 1909 Ergänzungsstimmen (Streicher); P. Jurgenson Moskau.

5-4 1917 KlA [Grovlez]; Jurgenson Moskau; 38831.

5-5 1931 Tp rev.; Schott Mainz-Leipzig; 69 S.; 32953; 3501.

   5-5Straw 1931 ibd. [ohne Eintragungen].

5-5(54) 1954 ibd.

5-5(70) 1954 ibd.

b) Identifikationsmerkmale

5-1 Посвящается Большому артисту / АЛЕКСАНДРУ ИЛЬИЧУ ЗИЛОТИ. / Scherzo Fantastique / pour / Grand orchestre / Composé par / Igor Strawinsky. / Partition Rb. 5.— [#] Parties Rb. / Parties supplémentaires: / Viol. I, Viol. II et Viola à 75 c. / V-celle — 50 c. Basso — 25 c. / [Ziertrennstrich 7,1 x 0,6*] / 1900 Exposition univers. [#**] „Grand prix“ / de Paris. [#**] et Médaille d'or. / 1896 / Propriété de l'éditeur / P. JURGENSON, / Commissionaire de la Chapelle de la Cour, de la Société Impériale / Musicale russe et du Conservatoire à Moscou. / MOSCOU, [#***] LEIPZIG, / Neglinny pr., 14. [#***] Thalstrasse 19. / St.-Pétersbourg, chez J. Jurgenson | Varsovice, chez E. Wende & Co / Kiew, chez L. Idzikowski. / Imprimerie de musique P. Jurgenson à Moscou. // [Innentitelei = Außentitelei] // Dirigierpartitur [fadengeheftet] 26,7 x 33,2 (4° [4°]); 69 [67] Seiten + 4 Seiten Umschlag schwarzblau auf zarthellblau [Zier-Außentitel, 2 Leerseiten, Seite mit verlagseigener Werbung >Compositions russes pour Grand Orchestre. Suite 1.< >Moscou. P. JURGENSON. Leipzig<**** ohne Stand ] + 2 Seiten Vorspann [Innentitelei, Leerseite] + 1 Seite Nachspann [Leerseite]; Kopftitel >Scherzo fantastique.<; [Widmung nur auf den Titeleien]; Autorenangabe 1. Notentextseite paginiert S. 3 unterhalb Kopftitel rechtsbündig >I. STRAWINSKY. Op. 3.<; ohne Rechtsvorbehalte; Platten-Nummer >32950<; end of score dated S. 69 >St Petersbourg 1908.<; Herstellungshinweis S. 69 rechtsbündig als Endevermerk >Gravé et impr. chez [****] P. Jurgenson à Moscou<) // (1909)

* 3 + 1,1 + 3 = 7,1 x 0,6.
** zweizeilige Trenn-Wappen-Vignette 0,7 x 0,7 Doppeladler mit Krone.
*** zweizeiliger Zier-Trennstrich 0,2 x 0,5.
**** angezeigt werden Kompositionen von >Arensky, A.< bis Tschaïkowsky, P.< ohne Strawinsky-Nennung.
***** einzeilige Trenn-Wappen-Vignette 0,3 x 0,4 Doppeladler mit Krone.

5-2St Stimmensatz; P. Jurgenson Moskau // ([nicht identifiziert]) // 1909

5-3Z-St Ergänzungsstimmen (Streicher); P. Jurgenson Moskau // ([nicht identifiziert]) // 1909

5-4 Dédié au grand artiste / Alexandre Siloti. / Scherzo Fantastique / pour / Grand orchestre / Composé par / Igor Strawinsky. / Op. 3. / Partition. [#] Parties. / Parties supplémentaires: / Viol. I, Viol. II [#] Viola [#] V-celle et Basso / Réduction pour Piano par / Gabriel Grovlez. / Prix 8 R. — / Tous droits reservés. / P. JURGENSON. / Editeur de Musique / à MOSCOU. / Petrograde, chez J. Jurgenson. | Varsovie & Kiew, chez L. Idzikowski. / Sole Agents for the British Empire / J. & W. Chester, London & Brighton. // Игорь Стравинскій. / Фантастическое скерцо / дла оркестра. / Переложеніе дла фортепіано / ГАБРІЭЛЯ ГРОВЛЭЗА. / [*] / Собственность / Музыкальнаго издательства / П. ЮРГЕНСОНЪ / ВЪ МОСКВЂ. / Петроградъ, у І. Юргенсона. | Варшава и Кіевъ, у Л. Идзиковскаго. // (Klavierauszug [ungeheftet, bibliotheksgebunden] 27 x 35 (2° [4°, gr. 4°]); 32 [28] Seiten + 4 Seiten Umschlag stärkeres Papier [Zier-Außentitelei blau auf hellgrau mit teilweise Hohlschrift, 3 Leerseiten] + 4 Seiten Vorspann [Innentitelei, Leerseite, Seite mit zweispaltigem Text russisch-französisch >„ПЧЕЛЫ”< [#] >„LES ABEILLES”.< Erstaufführungslegende + Handlungsangabe**, Leerseite] ohne Nachspann; Kopftitel >Sherzo*** fantastique. / (LES ABEILLES.)<; Autorenangabe 1. Notentextseite paginiert S. 5 unterhalb Kopftitel rechtsbündig >IGOR STRAWINSKY. Op. 3.<; Bearbeiternennung 1. Notentextseite unterhalb Autorenangabe linksbündig >Réduction par GABRIEL GROVLEZ<; Rechtsschutzvorbehalt 1. Notentextseite unterhalb Notenspiegel linksbündig >Propriété de l’éditeur< rechtsbündig >P. Jurgenson à Moscou.<; Platten-Nummer >38831<; Herstellungshinweis S. 32 rechtsbündig als Endevermerk [Verlagswappen Doppeladler mit Krone 3 x 4 mm] >Gravé et impr. Chez P. Jurgenson à Moscou<) // (1917)

* Doppeltrennlinie mittig zentriert.
** ohne Maeterlinck-Nennung.
*** Schreibweise original.

5-5 Igor Strawinsky / Scherzo fantastique / pour grande* orchestre ~ für großes Orchester / PARTITUR / [Vignette] / EDITION SCHOTT / No. 3501 // Scherzo fantastique / pour grand* orchestre [#**] für großes Orchester / par [#**] von / Igor Strawinsky [Asterisk] / B. Schott's Söhne, Mainz und Leipzig / [°] / Schott & Co. Ltd., London, 48 Great Marlborough Street / Editions Max Eschig, Paris, 48 Rue de Rome / For U.S.A.: Associated Music Publishers Inc., New York / Printed in Germany – Imprimé en Allemagne // [ohne Rückentext] // (Taschenpartitur fadengeheftet 0,4 x 13,7 x 18,8 (8° [8°]); 69 [67] Seiten + 4 Seiten Umschlag stärkeres Papier schwarz auf hellgrau gemasert [Außentitelei mit kräftig orangenfarben ovaler Vignette 1,8 x 3,1 Löwe mit Rad in den Pranken und ganz umlaufender Schrift >PER MARE ET TERRAS<, 2 Leerseiten, Seite mit verlagseigener Werbung >Schott’s Studienpartituren zeitgenössischer Musik<*** Stand >778<] + 4 Seiten Vorspann [Innentitelei, Seite mit Vorwort >Rémarque préliminaire / (pour le Programme)< französisch + Orchesterlegende**** >Compositions de l’orchestre< französisch + Spieldauerangabe [>environ 16 minutes<] französisch, Seite mit Vorwort >Vorbemerkung / (für das Programm)< deutsch + Orchesterlegende**** >Besetzung des Orchesters< deutsch + Spieldauerangabe [>etwa 16 Minuten<] deutsch, Seite mit Rechtsschutzvorbehalten°° mittig zentriert >Alle Rechte vorbehalten. / Tous droits reservés.<] + 1 Seite Nachspann [Seite mit verlagseigener Werbung >IGOR STRAWINSKY<***** Stand >963p<]; Kopftitel >Scherzo fantastique.<; Autorenangabe 1. Notentextseite unpaginiert [S. 3] unterhalb Kopftitel rechtsbündig >I. STRAWINSKY. Op. 3.<; 1. Notentextseite ohne Rechtsschutzvorbehalte; Platten-Nummer >32953<; Herstellungshinweis S. 69 rechtsbündig als Endevermerk >Druck von B. Schott’s Söhne in Mainz<) // (1931)

° textspiegelbreiter Trennstrich 8,1 cm waagerecht.
°° keine Copyright-Angabe.
* Schreibweise original.
** zweizeilig durchgezogener senkrechter Trennstrich.
*** Angezeigt werden dreispaltig ohne Distanzpunkte und ohne Editionsnummern unter der Rubrik >Kammermusik< Kompositionen von >Beck, Conrad< bis >Wunsch, Hermann<, an Strawinsky-Werken >Strawinsky, Igor / Ragtime<, unter >Orchesterwerke< Kompositionen von >Albeniz, I.< bis >Tansman, Alexander<, an Strawinsky-Werken >Strawinsky, Igor / Feuerwerk (Feu d’artifice) / Scherzo fantastique / Feuervogel (L’oiseau de feu) / Suite I für kleines Orchester / Suite II für kleines Orchester<, unter der Rubrik >Gesang m. Kammer-Orch.< Kompositionen von >Falla, Manuel de< bis >Igor Strawinsky, Igor / Pribautki (Scherzlieder) / Wiegenlieder der Katze<, unter der Rubrik >Opern und Ballette< Kompositionen von >Falla, Manuel de< bis >Wagner, Richard<, an Strawinsky-Werken >Strawinsky, Igor / Die Geschichte vom Soldaten / Reinecke<.
**** Besetzung mit 2 Harfen [Anmerkung zu >2 Harpes*)< >2 Harfen*)< [ohne Asterisk]: >La version originale de la partition qui comportait trois harpes a été / arrangée par le compositeur pour deux harpes.< + >*) Die ursprüngliche Partitur-Fassung mit drei Harfen wurde vom Komponisten / für zwei Harfen eingerichtet.<
***** ohne Zier-Y, obere Doppelstrich-Linie verdickt. Angezeigt werden (einspaltig) Leihmaterialien ohne, Kaufmaterialien mit Angabe der Editionsnummern nach Distanzpunkten >Feu d’artifice. Fantaisie pour grand orchestre, op. 4 / Partition d'orchestre et Parties d'orchestre (en location) / Partition d'orchestre (format de poche)° 3464 / Réduction pour Piano à 4 mains (O. Singer)° 962 / Scherzo fantastique. Fantaisie pour grand orchestre / Partition d'orchestre et Parties d'orchestre (en location) / Partition d'orchestre (format de poche)° 3501 / Concerto pour Violon et orchestre / Partition d'orchestre et Parties d'orchestre (en location) / Reduction°° pour Violon et Piano° 2190 / L’oiseau de feu. Ballet / Transcription°°° pour Violon et Piano par l'auteur: / Prélude et Ronde des princesses° 2080 / Berceuse° 2081 / Pastorale. Chanson sans paroles pour une voix et quatre / instruments à vent / Partition (avec réduction pour Piano°* 3399 / (Parties en location) / Unterschale. Russische Bauernlieder. 4 Chöre für gleiche Stimmen. / Beim Heiland von Tschigissy – Herbst – Der Hecht – / Freund Dicksack<. Die Niederlassungsfolge ist nächst Mainz mit Leipzig-London-Paris-New-York angegeben [° Distanzpunkte; °° Akzentfehler original; °°° Singularschreibung original; * fehlende Klammer original].

5-5Straw

Strawinskys Exemplar enthält keine Eintragungen.

5-5(54) STRAWINSKY / Scherzo fantastique / für großes Orchester / Partitur / [Vignette] / EDITION SCHOTT / 3501 // IGOR STRAWINSKY / Scherzo fantastique / für großes Orchester / [Asterisk] / B. Schott's Söhne /° Mainz / Schott & Co. Ltd., London W.1, 48 Great Marlborough Str. / Editions Max Eschig, Paris, 48 Rue de Rome / Associated Music Publishers Inc., New York, 25 West 45 th Str. / Printed in Germany – Imprimé en Allemagne // (Taschenpartitur [nachgeheftet] 12,6 x 22,5 (8° [kl. 8°, 8°); 69 [67] Seiten + 4 Seiten Umschlag stärkeres Papier schwarz auf hellgrau gemasert [Außentitelei mit orangenfarben ovaler Schott-Vignette 1,8 x 2,5 Mainzer Rad im Spiegel mit unterseits beidseitig umlaufender Schrift >PER MARE< [#] >ET TERRAS, 2 Leerseiten, Seite mit verlagseigener Werbung >Studien-Partituren<* Stand >147<] + 4 Seiten Vorspann [Innentitelei, Leerseite, Seite mit >Vorbemerkung / (für das Programm)< deutsch + >Remarque** préliminaire / (pour le Programme)< französisch, Orchesterlegende >Orchester-Besetzung< deutsch mit Asterisk-Anmerkung >*) Die ursprüngliche Partitur-Fassung mit drei Harfen wurde vom Komponisten / für zwei Harfen eingerichtet.< ohne Asterisk-Basis + Spieldauerangabe [>ca. 16 Minuten<] deutsch] + 1 Seite Nachspann [Seite mit verlagseigener Werbung > Studien-Partituren<*** Stand >105<]; Kopftitel >Scherzo fantastique<; Autorenangabe 1. Notentextseite unpaginiert [S. 3] unter Kopftitel rechtsbündig >I. STRAWINSKY. Op. 3.<; ohne Rechtsschutzvorbehalte; Platten-Nummer [nur 1. Notentextseite] >32953<; Herstellungshinweis S. 69 rechtsbündig als Endevermerk >Druck und Verlag von B. Schott’s Söhne in Mainz<) // (1954)

° Schrägstrich original.
* Angezeigt wird nach Distanzpunkten mit Editionsnummern unter gekastet >Orchesterwerke< >Strawinsky, Igor / Scherzo fantastique 3501 / Feuerwerk. Brillante / Fantasie 3464 / Symphonie in C 3536 // Strawinsky (Forts.) / Symphonie°° in three / movements 4075 / Der Feuervogel, Suite° 3467 / Suite I für kl. Orchest.° 3469 / Suite II f. kl. Orchest.° 3470 / Concerto in Es für / Kammer-Orchester 3527 / Ragtime für elf Instru- / mente 3468 / Konzert in D für Vio- / line und Orchester 3504 / Pribaoutki. Scherz- / lieder für mittlere / Stimme u. 8 Instrum.° 3465 / Circus-Polka 4274 / Danses concertantes / f. Kammerorchester 4275 / Pas de deux (L'oiseau / bleu) (Tschaikowsky)° 4409<; unter gekastet >Opern, Ballette und / andere szenische Werke< >Strawinsky, Igor / Babel, Kantate 4412 / Die Geschichte vom / Soldaten, gelesen, / gespielt und getanzt 3428 / Das Kartenspie, / Ballett 3511 / Reinecke, Burleske 3493< [° ohne Distanzpunkte; °° Schreibweise original].
** Schreibweise original.
*** ohne Strawinsky-Nennung.


K Cat­a­log: Anno­tated Cat­a­log of Works and Work Edi­tions of Igor Straw­in­sky till 1971, revised version 2014 and ongoing, by Hel­mut Kirch­meyer.
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